»Hilf mir, es selbst zu tun«
Montessori-Pädagogik in Kurzform

»Achte das Kind in seiner Persönlichkeit, sieh es als ganzen, vollwertigen Menschen.«
M. Montessori sieht jedes Kind als eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Nicht die Lernbegleiter vollbringen die Entwicklung und Reifung zum Erwachsenen, sondern das Kind selbst. Es ist Bildner seiner Persönlichkeit.

»Hilf dem Kind selbstständig zu denken und zu handeln, gib ihm Raum für freie Entscheidungen.«
Durch tätigen, aktiven Umgang und Auseinandersetzung mit der Umwelt erlangt das Kind gemäß dem Leitspruch »Hilf mir, es selbst zu tun« Selbstständigkeit und wird zur unabhängigen und freien Persönlichkeit.

»Lass das Kind seinem eigenen Lernbedürfnis folgen, denn es will nicht irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas Bestimmtes.«
Montessori geht davon aus, dass das Kind über die Fähigkeit verfügt, sein Ich selbst aufzubauen. Das Kind durchläuft dazu verschiedene Entwicklungsphasen, die sie sensible Phasen nennt. Zu den besonderen Aufgaben von Montessori-Pädagogen gehört es daher, diese Phasen zu erkennen und zuzulassen.

»Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.«
Die vorbereitete Umgebung und die vorbereiteten Pädagogen sind für den Lernprozess von großer Bedeutung. Die Lernbegleiter wählen die Angebote so aus, dass das Kind für seine Entwicklungsphasen das Passende finden kann.